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Dienstag, 31.05.2011:
Carl Gustaf bestreitet Unterwelt-Kontakte
Eigentlich undenkbar dieser Auftritt, aber der Druck war inzwischen zu groß: Schwedens König Carl Gustaf hat sich erstmals öffentlich zu den pikanten Vorwürfen gegen ihn geäußert. Ob er die Krise des Königshauses damit beenden kann, ist fraglich.
Schwedens König Carl XVI. Gustaf wies am Montag erstmals alle Behauptungen über seine angeblichen Rotlicht-Kontakte und möglicherweise „kompromittierende“ Fotos zurück. In einem von Stockholmer Medien verbreiteten Interview mit der schwedischen Nachrichtenagentur TT sagte der 65-jährige Regent, er sei weder in Stripbars gewesen, noch gebe es verfängliche Sex-Fotos mit ihm. „Die kann es faktisch nicht geben“, betonte der König.
Hintergrund war das Eingeständnis eines Freundes von Carl Gustaf, dass er einem Nachtclubbetreiber angeblich existierende Fotos abkaufen wollte, um den König zu schützen. In der im letzten Herbst erschienenen Biografie „Der widerwillige Monarch“ wurde detailliert über „Herrenabende“ mit dem König in den 90er-Jahren berichtet, an denen nicht nur wohlhabende Geschäftsleute, sondern auch Prostituierte beteiligt gewesen sein sollen. Die Angaben aus der Biografie bestritt der Ehemann von Königin Silvia in dem Interview ausdrücklich.
Carl Gustafs Popularität ist in der Folge der Berichte immer tiefer gesunken. Der sozialdemokratische Vorsitzende des Verfassungsausschusses im Reichstag, Sven-Erik Österberg, hatte am Montag sogar rechtliche Konsequenzen gefordert. „Ich plane dazu eine Initiative.“ Es sei „ein großes Problem, dass niemand nachprüfen kann, was da passiert ist, und keiner weiß, was wahr ist“. Auch die oppositionelle Linkspartei will offizielle Rechenschaft vom König verlangen.
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