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Donnerstag, 07.04.2011:
Ein Liebeshaus in Regensburg als Ladenhüter
Das älteste Gewerbe der Welt ist heute keine Schande mehr. Man wird krankenversichert, kann einem mehr oder weniger geregelten „Arbeitsablauf” nachgehen. In Regensburg gibt es sogar Häuser, die, na, sagen wir mal: Fast ein jeder kennt.
„Sie kommen als Fremder und gehen als Freund”, lautet der fast legendäre Spruch über der Pforte des Palais d’Amour. Allein die zentrale Lage direkt an der Nibelungenbrücke und an der Weißenburgstraße machen das Bordell bekannt.
Doch schon seit Sommer letzten Jahres will der Bordell-Betreiber die Immobilie veräußern. Er hat den Immobilienhändler Remax beauftragt. „Seit über 25 Jahren wird das Objekt als Bordell mit Zimmervermietung betrieben”, heißt es im Exposé der Firma Remax. „Diese Lizenz ist an eine GmbH gebunden, die dem Eigentümer und Pächter gehört und der nun aus altersgründen verkaufen möchte.” Zu Deutsch: Man kann das Puff mitsamt der Betriebsgenehmigung kaufen.
Der Verkauf des ungewöhnlichen Hauses war sogar der Süddeutschen Zeitung ein paar Zeilen wert. Doch jetzt, ein halbes Jahr später, inseriert Remax das Etablissement noch immer. Was ist geschehen?
Auf Anfrage beim zuständigen Makler erhalten wir keine Antwort. Dabei ranken sich mittlerweile schon Gerüchte um das Palais d’Amour. So erzählt man sich, es würde für einen Euro abgegeben. Abwegig ist das, zumal es von Anfang an hieß: Man kann ja auch eine Jugendherberge aus den Zimmern machen. Die Zimmergrößen wären dafür optimal, heißt es.
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