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Dienstag, 07.12.2010:
Huren müssen jetzt Sex-Steuer zahlen
Prostitution in Dortmund ist seit Montag richtig teuer. Doch nicht für die Freier, sondern für die Huren. Denn die müssen ab sofort Sex-Steuer zahlen!
Pro Arbeitstag müssen sie sich nun ein Tagesticket für 6 Euro im Club Escort kaufen. Wer vom Ordnungsamt ohne Ticket erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Christian V. (38) vom Club Escort: „Für die einen sind 6 Euro zu viel Geld. Sie können es sich einfach nicht leisten. Die anderen finden’s in Ordnung, erhoffen sich dadurch aber bessere Arbeitsbedingungen.“
Im Jahr rechnet die Stadt mit insgesamt 750000 Euro an Vergnügungssteuer-Einnahmen. Konkrete Pläne, was mit dem Geld passieren soll, gibt es derzeit jedoch nicht. Stadtsprecher Michael Meinders (35): „Natürlich hoffen wir, dass die Einnahmen irgendwann dem Dortmunder Norden zugute kommen. Zunächst soll die Sex-Steuer aber den Haushalt ausgleichen.“
Was die Stadtkasse entlastet, belastest die Prostituierten. Marion Detlefs (48) von der Hurenorganisation „Hydra“: „Die Frauen haben ohnehin wenig Rechte. Tagestickets sind ungerecht – zumindest, wenn nur die Frauen zahlen müssen.“
Ob auch Freier bald jedes Schäfer-Stündchen versteuern müssen, wird heute im Sozialausschuss debattiert. Die bisherige Idee: Schranken vor dem Straßenstrich, an denen die Männer abkassiert werden könnten.
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