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Freitag, 20.01.2012:
Ludwigshafener Bordellbetreiber soll Investoren geprellt haben
Seit vergangener Woche muss sich ein 47-jähriger Ludwigshafener wegen zweifachen Betrugs und Urkundenfälschung vor der II. Großen Strafkammer des Frankenthaler Landgerichts verantworten. Dabei soll der angeklagte Zuhälter 2006 vier Investoren, darunter ein Ehepaar sowie deren 36-jährige Tochter, um rund 710 000 Euro mit fingierten Bordellkäufen geprellt haben. Mit dem Geld habe sich das Ehepaar am Kauf eines Bordells in Darsberg beteiligen wollen, um eine bessere Altersversorgung und die Existenzgründung für die Tochter zu sichern.
Seit vergangener Woche muss sich ein 47-jähriger Ludwigshafener wegen zweifachen Betrugs und Urkundenfälschung vor der II. Großen Strafkammer des Frankenthaler Landgerichts verantworten. Dabei soll der angeklagte Zuhälter 2006 vier Investoren, darunter ein Ehepaar sowie deren 36-jährige Tochter, um rund 710 000 Euro mit fingierten Bordellkäufen geprellt haben. Mit dem Geld habe sich das Ehepaar am Kauf eines Bordells in Darsberg beteiligen wollen, um eine bessere Altersversorgung und die Existenzgründung für die Tochter zu sichern.
Da das Geschäft geplatzt sei, habe der Angeklagte seinen Opfern vorgespielt, einen FKK-Club in Leipzig zu erwerben. Hierfür hätte er einen gefälschten Kaufvertrag angefertigt und soll sich insgesamt 650 000 von dem Ehepaar und einem anderen Investor geliehen haben, ohne tatsächlich den Erwerb beabsichtigt zu haben. Das Geld soll der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwältin für sein Haus, seinen exklusiven Porsche sowie sein aufwändiges Leben verwendet haben. Der wegen einer anderen Sache inhaftierte Angeklagte schwieg und machte keinerlei Angaben.
Beim zweiten Prozesstag zeigte sich die Komplexität des Verfahrens im Rotlichtmilieu. Der 62-jährige Rentner aus dem Rhein-Neckar-Kreis wurde als Zeuge vernommen, der die Geld-Transaktionen vorgenommen haben soll. Er ist Freigänger der JVA Bruchsal und wurde im März 2010 zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren wegen Verabredung zu versuchtem Mord und erpresserischem Menschenraub verurteilt. Der Mann gab an, auf Vorschlag des Angeklagten den früheren Süba-Chef entführen zu sollen und mit einem Teil des Lösegeldes die finanziellen Verluste wieder auszugleichen. „Ich habe mich um Kopf und Kragen geredet und bin voll reingerauscht“, sagte der 62-Jährige. Bezüglich der gezahlten Barbeträge sagte der Mann: „Ich habe ihm alles geglaubt und auch alles in bar gegeben. Meine Tochter hat wegen ihrer Krankheit keinen Beruf gelernt und hätte da als Geschäftsführerin des Clubs arbeiten können“, ergänzte der Rentner, der den Angeklagten wegen Betrugs anzeigte.
Der Schwiegersohn und Ehemann der Tochter, ein 38-jähriger Betriebsschlosser, gab an, sich aus den Geschäften seiner Frau und der Schwiegereltern rausgehalten zu haben. Es habe ihm auch nichts ausgemacht, dass seine Frau als Prostituierte gearbeitet habe.
Ein 48-jähriger Bordellbetreiber aus Heidelberg versicherte als Zeuge, keinen Geldbetrag in sechsstelliger Höhe von dem Angeklagten erhalten zu haben. Er berichtete, dass er im Frühjahr 2007 von der Polizei informiert wurde, dass er Opfer einer geplanten Entführung werden sollte. Verschiedene Personen, darunter der Angeklagte sowie das Ehepaar hätten ihn entführen wollen, um einen Geldbetrag zu erpressen. Er selbst habe dann gegen den Angeklagten Anzeige wegen Betrugs gestellt. Er versicherte: „In dieser Branche wird viel bar bezahlt. Es wird oft mit Schwarzgeld gearbeitet.“
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