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Montag, 26.04.2010:
Minderjährig auf den Strich geschickt?
Vor dem Landgericht hat sich von heute an ein aus Osteuropa stammender Mann zu verantworten, der im Januar 2009 eine ebenfalls aus Osteuropa stammende Minderjährige über mehrere Wochen zur Prostitution gezwungen haben soll. Dem Angeklagten Kolio K. wird vorgeworfen, er habe sich als Zuhälter seinen Lebensunterhalt verdienen wollen.
Über mehrere Wochen hatte er, so die Anklage, die damals Minderjährige auf den Strich geschickt, um sich dadurch eine dauerhafte Einnahmequelle zu verschaffen, um so selbst nicht so viel arbeiten zu müssen. Wegen Menschenhandels, Zuhälterei und anderer Delikte muss er sich daher vor dem Gericht verantworten.
Die Strafkammer am Landgericht hat darüber zu befinden, ob es wirklich zutrifft, dass der Angeklagte von März bis Mai 2009 die damals noch minderjährige Frau gezwungen hat, sich über mehrere Wochen zu prostituieren. Darüber hinaus wirft die Anklage dem 1979 geborenen Mann vor, sich im Jahre 2008 rund 2000 Euro Falschgeld beschafft und damit gehandelt zu haben. Die falschen Scheine wurde zu überwiegenden Teilen in Umlauf gebracht.
Neben Kolio K. wird der 1974 geborene Radoslav Y. angeklagt. Der soll einen gefälschten Pass und einen Führerschein des Heimatlandes für Kolio K. besorgt und an seinen Auftraggeber verkauft haben. Bei der Festnahme wurden die gefälschten Papiere gefunden und sichergestellt. Die beiden Angeklagten sitzen derzeit wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft.
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