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Montag, 13.12.2010:
Polizei verhindert "Black Jackets"-Racheaktion
PFORZHEIM. Ein Großaufgebot der Polizei hat eine drohende Racheaktion von auswärtigen Mitgliedern der „United Tribuns“ gegen Angehörige der „Black Jackets“ verhindert. 100 Beamte waren in der Nacht auf Sonntag im Einsatz.
Was hat sich in Abendstunden des Samstag in der sogenannten „Türsteher-Szene“ abgespielt? Und wo ist es zu einem möglicherweise tätlichen Aufeinandertreffen von Mitgliedern der „United Tribuns“ und der „Black Jackets“ in Pforzheim gekommen? Das ist unbekannt. „Unsere Ermittlungen laufen noch“, lautet bisher die Stellungnahme von Seiten der Polizeidirektion.
Nur so viel wurde offiziell am Sonntagfrüh um 3.27 Uhr für Presse und Radiostationen veröffentlicht: „Es war in der Nacht zu einer Auseinandersetzung zwischen rund 15 Mitgliedern der ,United Tribuns' und vier Mitgliedern der ,Black Jackets' gekommen. Über Verletzungen und die Ursache der Auseinandersetzung ist der Polizei nichts bekannt.“
Wie immer in solchen Fällen, hüllen sich die Betroffenen in Schweigen. Es war jedoch zur Polizei durchgedrungen, dass die „Black Jackets“ ihre Mitglieder im ganzen Land mobilisiert haben und sie aufforderten, nach Pforzheim zu kommen, um sich an den „United Tribuns“ zu rächen.
Kontrollstellen eingerichtet
Gegen Mitternacht wurden daher aufgrund der zu erwartenden gewalttätigen Auseinandersetzungen auch Kräfte benachbarter Polizeidienststellen und der Bereitschaftspolizei angefordert. Diese befanden sich auf Streifenfahrt durch Pforzheim und richteten Kontrollpunkte auf den Einfahrtsstraßen und anderen als strategisch wichtig angesehenen Stellen ein. Wer als Mitglied der „Black Jackets“ auffiel, wurde belehrt und auf Konsequenzen bis zur möglichen Festnahme hingewiesen, verlautete von Seiten der Polizei.
Drei Wochen zuvor, am frühen Samstagmorgen des 27. November, war es auf einem Parkplatz am Hauptgüterbahnhof zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen rund 50 Mitgliedern des Motorradclubs „Hells Angels“ und den „United Tribuns“ gekommen. Drei Personen wurden verletzt. Neben Baseballschlägern und Macheten kam damals auch eine Schusswaffe zum Einsatz. Es kam zu vorübergehenden Festnahmen.
Auch in diesem Fall versteckten sich die Betroffenen („nix gesehen, nix gemacht“) hinter einer Mauer des Schweigens.
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