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Donnerstag, 26.05.2011:
Preiskampf zwischen Koblenzer Huren?
Koblenz - Zuletzt haben zwei Wohnwagen gebrannt. Klarer Fall von Brandstiftung. Schon in den Wochen zuvor gab es Anzeigen, Sachbeschädigungen und Streit unter Prostituierten, die ihre Wohnwagen und Wohnmobile im Koblenzer Industriegebiet stehen haben. Aber von einem „Krieg“ will die Polizei nicht sprechen.
„Es handelt sich nach hiesiger Einschätzung vielmehr eher um Streitigkeiten von örtlich agierenden Prostituierten beziehungsweise deren männlichen Unterstützern oder Vermietern von Wohnwagen und Wohnmobilen“, heißt es vonseiten der Koblenzer Polizei. Fakt ist: Immer mehr Wohnwagen und Wohnmobile stehen auf den Straßen, die ausdrücklich vom Verbot der Prostitution ausgenommen sind: auf der Andernacher Straße, der von-Kuhl-Straße und der August-Horch-Straße. „Und je mehr hinzukommen, umso mehr versuchen Einzelne, ihr Revier zu verteidigen“, so Polizeipressesprecher Helmut Zirfas. „Das ist schon ein klarer Konkurrenzkampf, entweder zwischen den Frauen selbst oder ihren sogenannten Beschützern.“
Diesen enormen Konkurrenzdruck beobachtet auch Christine Bangert von der Prostituierten-Beratungsstelle Roxanne in Koblenz. „Ganz realistisch betrachtet, ist es im Prostituierten-Milieu nicht viel anders als im übrigen Dienstleistungsgewerbe. Vor allem Frauen aus Osteuropa machen die Preise so kaputt, dass die anderen davon nicht mehr leben können.“
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