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Sonntag, 25.09.2011:
Prostituierte und Zuhälter erpressten 156.000 Euro
SALZBURG. Von einem 46-jährigen Angestellten aus dem Salzburger Flachgau haben eine Protituierte und ihr Zuhälter 135.000 Euro erpresst und erschlichen.
Außerdem dürfte die Frau bei einem Einbruch in das Haus der Mutter des Angestellten 21.000 Euro gestohlen haben. Samstagnacht ist das ungarische Täterpaar in der Stadt Salzburg festgenommen worden.
Der Angestellte aus dem Flachgau hatte sich vor einigen Wochen mit der Prostituierten angefreundet, bevor ihn der 30-jährige Zuhälter der Frau immer mehr unter Druck setzte. Durch Vortäuschen falscher Tatsachen (Immobiliengeschäft mit hoher Rendite, lukrativer Antiquitätenhandel, Chemotherapie für krebskranke Mutter, Kaution für eine Haftentlassung) sowie simple Erpressung (der Freundin und Prostituierten werde "etwas passieren") brachte das ungarische Erpresser-Pärchen den Mann dazu, Kredite aufzunehmen und insgesamt 135.000 Euro in bar zu zahlen.
Erpresster ging zur Polizei
Vor der zuletzt geplanten Übergabe von weiteren 10.000 Euro vertraute sich der 46-Jährige aber der Polizei in St. Gilgen an.
In Absprache mit den Kriminalbeamten wurde die Geldübergabe mit den Tätern für Samstag bei Mondsee vereinbart. Die Verhaftung scheiterte aber vorerst, die beiden Ungarn konnten Richtung Westautobahn fliehen. Die Beamten lösten Funkfahndung für den Raum Salzburg, Oberösterreich und Süd-Bayern aus. Zwei Zivilstreifen entdeckten den Wagen mit ungarischem Kennzeichen wenig später in der Stadt Salzburg und nahmen die beiden Ungarn nach kurzer Verfolgung in der Ignaz-Harrer-Straße fest. Der Gesamtschaden beträgt laut Polizei 156.000 Euro. Die Ungarn wurden wegen schwerem gewerbsmäßigem Betrugs, Erpressung und wegen grenzüberschreitendem Prostitutionshandels angezeigt.
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