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Samstag, 14.05.2011:
Prostitutions-App erhält Freigabe fuer App Store
BERLIN - Eigentlich ist Apple bekannt für seine strengen Auflagen, was Apps betrifft: Apps mit sexuellem oder anstößigem Inhalt werden nicht für den App Store zugelassen.
Das geht sogar so weit, dass Modemagazine ihre Models nicht mehr so freizügig kleiden dürfen. Vor diesem Hintergrund erstaunt es umso mehr, dass die "Dating App“ der vermeintlichen US-Dating-Site SugarSugar.com angeblich nicht gegen Apples Richtlinien verstößt und laut eigener Aussage eine App Store Freigabe erhalten hat.
"Die App nutzt GPS-Technology, um diejenigen zu identifizieren, die auf der Suche nach Arrangements mit 'Vorteilen auf beiden Seiten‘ in ihrer unmittelbaren Nähe sind. Nach dem Einchecken zeigt die App alle Profile von Mitgliedern, die sich in der Umgebung aufhalten, auf einer Karte an. Die Nutzer können dann ihren Status, Fotos oder Textnachrichten austauschen, um sich mühelos für ein Rendezvous zu verabreden“, erklärt SugarSugar.com in einer Pressemitteilung.
Prostitution ist in den USA strafbar
Dabei ist die "Dating App“ aber nicht für den Otto-Normalverbraucher gedacht, sondern für "großzügige Männer, die dynamische Frauen, die auf der Suche sind nach finanzieller Unterstützung oder einem Abenteuer, verwöhnen wollen.“ Oder mit anderen Worten: Die App sucht geeignete Prostituierte in unmittelbarer Nähe heraus.
Schon irgendwie erstaunlich, dass diese App von Apple eine Freigabe für den App-Store erhalten hat. Vor allem wo doch in den USA mit Ausnahme vom Bundesstaat Nevada, Prostitution sowie die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen strafbar ist.
Selbst wenn man bei Apple nicht gewusst haben sollte, was sich genau hinter dem harmlosen Begriff "Dating App“ verbirgt, hätte man spätestens beim Werbeslogan von SugarSugar.com ("Where romance meets finance” (dt. Wo Romantik auf Geld trifft)) stutzig werden müssen.
Die App wird es übrigens nicht nur für iPhone, iPod Touch und iPad geben, sondern auch für Android- und BlackBerry Geräte.
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