"Zoya lebt, Zoya lebt.“ Es ist Montag, 21.45 Uhr, als die Mädchen am Strich in der Felberstraße aufatmen. Die Streifenpolizei hat ihnen gerade bestätigt, dass die Prostituierte gefunden wurde. Lebend.
Bulgarische Prostituierte war drei Tage verschollen
Volle drei Tage lang haben sie von ihrer Kollegin Zoya M. (24) nichts gehört. Am Samstag um 2 Uhr früh das letzte Lebenszeichen. Eine Freundin beobachtet, wie Zoya zu einem Freier in ein rotes Auto steigt. Sie sagt noch: "Ich melde mich danach.“ Doch der ersehnte Anruf kommt nicht. Die Freundin: "Als ich sie nicht erreicht habe, habe ich sie als vermisst gemeldet.“
Polizei konnte Verbrechen nicht ausschließen
Alarmstufe Rot bei der Polizei. Sie ermittelt in alle Richtungen. "Wir befürchten, dass sie Opfer eines Verbrechens ist“, sagen Ermittler Montagmittag zu ÖSTERREICH. Zu diesem Zeitpunkt auch möglich: Zoya tauchte einfach unter. Das Verschwinden von Zoya bringt die Rotlichtszene in Panik. Alle erinnern sich an den Serienkiller, der zwischen 1987 und 2010 drei Prostituierte aus Wien entführt und ermordet hat. Er ist noch immer nicht gefasst. Die Polizei kann ein Verbrechen nicht ausschließen.
Sie verbrachte Wochenende bei Freier, drehte Handy ab
"Sie war immer mit zwei Freundinnen unterwegs. Wir haben jetzt alle Angst und wissen nicht, was passiert ist“, sagte Geanina vom "Club 28“ beim Lokalaugenschein von ÖSTERREICH. Umso größer ist die Erleichterung, als Entwarnung gegeben wird. Ein Ermittler sagt zu ÖSTERREICH: "Sie hat das Wochenende bei einem Türken in der Wohnung verbracht. Offenbar hat sie ihr Handy die ganze Zeit über ausgeschaltet gehabt. Am Montag um 17 Uhr ist sie wieder aufgetaucht.“ In den Abendstunden ist Zoya M. von Kriminalisten in der Inspektion in Alsergrund einvernommen worden.