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Donnerstag, 14.04.2011:
Rotlichtkönig mit Baseball-Schläger totgeprügelt
Chemnitz – Brutaler Mord auf dem Sonnenberg: Rotlichtkönig Matthias B. (50) wurde gestern tot in seiner Dachwohnung entdeckt. Neben seiner Leiche lag ein blutverschmierter Baseball-Schläger.
Ein Nachbar hatte gegen 11.30 Uhr die Polizei alarmiert, weil der Zuhälter die Wohnungstür nicht öffnete. Die Beamten rasten sofort mit Blaulicht in die Uhlandstraße 15 – einem schicken Klinkerbau aus der Jahrhundertwende.
Die Ermittler öffneten die Tür, machten die grausige Entdeckung. Die hinzugezogene Mordkommission sicherte danach akribisch Spuren. „Aus Ermittlungsgründen können wir momentan nichts zu Details sagen“, so Polizeisprecherin Heidi Hennig (54).
Wie erfuhren, sah der Tatort jedoch aus wie ein Schlachtfeld. Der Rotlichtkönig muss seine Mörder wohl selbst in die Wohnung gelassen haben. Denn er saß auf dem Sofa, als ihm die Täter mit dem Baseball-Schläger den Kopf einschlugen.
Schon früher wurde der polizeibekannte Zuhälter angegriffen. Im Mai 2002 explodierte eine Bombe in seinem Haus auf dem Sonnenberg – damals wohnte er noch im Erdgeschoss. Bei der Explosion wurde er schwer verletzt, konnte seitdem nur noch an Krücken gehen. Die Täter wurden nie geschnappt.
Offiziell zog sich Matthias B. danach aus der Rotlichtszene zurück. Doch auch nach dem Anschlag vermietete er Wohnungen, in denen Liebesmädchen Sex gegen Bares anboten.
Die Kripo verhörte daher gestern stundenlang seine Mieter und Nachbarn. Auf dem Revier gaben sie auch gleich Speichelproben ab – für spätere DNA-Analysen.
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