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Donnerstag, 29.09.2011:
Sex-Schau in Kopenhagen abgefackelt
Kopenhagen – Fünf Tage lang sollte es in den K.B.-Hallen in Kopenhagen heiß hergehen: Eine der größten Erotik-Messen Europas wollte dort scharfe Shows, Porno-Filme, Zeitschriften und Sex-Spielzeug zeigen.
Doch am frühen Mittwochmorgen, kurz vor der Eröffnung, wütete ein Großfeuer.
Das Feuer brach während der letzten Vorbereitungen für die Messe aus, gegen 6 Uhr am Morgen. 20 Menschen hielten sich in dem Gebäude auf, darunter auch einige Aussteller, die dort übernachtet hatten. Sie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, doch drei erlitten eine Rauchvergiftung.
Rasend schnell fraßen sich die Flammen durch das Ausstellungsgelände.
Alles verbrannte – Bühnen, Dekoration, Dessous und Dildos.
Ein Desaster für die Veranstalter: Sie sagten die Veranstaltung, die von Mittwoch bis Sonntag stattfinden sollte, ab. Der Schaden wird auf drei Millionen Kronen (400 000 Euro) geschätzt.
Auslöser des Feuers soll eine Halogenlampe gewesen sein. Anderen Berichten zufolge werden überhitzte Glühbirnen vermutet, die Pappkartons entzündeten.
Seit 1967 findet die Sex-Messe in Kopenhagen statt – sie war die erste internationale Erotik-Ausstellung ihrer Art.
Die K.B.-Hallen, erbaut 1938 und erst kürzlich renoviert, sind einer der bekanntesten Veranstaltungsorte in der dänischen Hauptstadt für Sportereignisse und Musikkonzerte. Dort traten schon Duke Ellington, Louis Armstrong, Josephine Baker, die Beatles und die Rolling Stones auf.
Die Schäden durch den Brand sind so groß, dass das denkmalgeschützte Gebäude einstürzen könnte, sagte Polizeisprecher Lars Borg.
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