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Mittwoch, 06.10.2010:
Spezialeinsatzkräfte stellen mutmaßliche Menschenhändler
Nach schneller Reaktion der Kieler Polizei auf ein Hilfeersuchen der Kriminalpolizei Bietigheim]Bissingen (Baden]Württemberg) konnten am Montagabend im Bereich Strande zwei 33 und 26 Jahre alte, aus Rumänien stammende Männer nach kurzem Fluchtversuch unter dem Verdacht des Menschenhandels zwecks Zuführung der Prostitution von Beamten eines Spezialeinsatzkommandos festgenommen werden.
Was in der baden]württembergischen Gemeinde zunächst als Vermisstensache begonnen hatte, endete so in dem vor den Toren der Landeshauptstadt gelegenen Ort an der Kieler Förde. Wie die Staatsanwaltschaft Kiel am Dienstag mitteilte, war am Montag gegen 19 Uhr in der neuen polizeilichen Regionalleitstelle ein Hilfeersuchen der Kriminalpolizei Bietigheim]Bissingen aus Baden]Württemberg eingegangen. Dort hatten besorgte Eltern ihre rumänisch]stämmige, 17]jährige Tochter als vermisst gemeldet. Erste Ermittlungen hatten einen möglichen Aufenthalt in Strande, im Kreis Rendsburg]Eckernförde, ergeben.
Polizei greift 17 und 16 Jahre alte Mädchen in Strande auf
Die sofort eingeleitete Fahndung brachte einen schnellen Erfolg, Einsatzkräfte fanden das 17]jährige Mädchen in Strande. Sie schilderte den Beamten, dass sie von zwei Männern, zusammen mit einer ihr unbekannten, 16]jährigen Rumänin, in eine dortige Wohnung gebracht worden sei. Dort seien beiden Mädchen sowohl offen als auch subtil eingeschüchtert und bedroht worden, mit dem Ziel, sie künftig zur Prostitution zu zwingen. Ihr sei jedoch die Flucht gelungen.
Im Verlauf des Einsatzes entdeckten die Fahnder auch das zweite Mädchen, die sich ebenfalls hatte befreien können. Auch die 16]jährige Rumänin war von ihren Eltern als vermisst gemeldet und sowohl in Rumänien, wie in Deutschland zur Fahndung ausgeschrieben worden.
Einem Fluchtversuch der beiden aufgespürten Tatverdächtigen bereiteten Beamte des Spezialeinsatzkommandos schließlich ein schnelles Ende, Sie wurden überwältigt, festgenommen und ins Polizeigewahrsam überführt. Die weiteren Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Kiel in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Kiel übernommen. Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung ist mit Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren bedroht.
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