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Mittwoch, 02.02.2011:
Streit vor Gericht: Freier will Geld von Prostituierter zurück
HAMM - Darlehen oder Honorar für Liebesdienste? Ein junger Mann aus Hamm streitet mit einer Prostituierten aus Fröndenberg um 2600 Euro. Der Freier behauptet, er habe der Frau das Geld nur geliehen. Die Prostituierte ist anderer Meinung.
Eine junge Prostituierte aus Fröndenberg steht im Verdacht, einen Freier übers Ohr gehauen zu haben. Die 20-Jährige arbeitet in einem Bordell an der Hafenstraße in Hamm. Dort lernte sie einen 24-jährigen Auszubildenden kennen, der ihr immer wieder Geld gab. Ob die rund 2 600 Euro für sexuelle Dienstleistungen oder als Darlehen übergeben wurden, darüber gab es Mittwoch vor Strafrichterin Birgit Vielhaber-Karthaus extrem unterschiedliche Ansichten. Die Angeklagte behauptete, alles Geld lediglich für sexuelle Gefälligkeiten im Bordell erhalten zu haben. Das angebliche Opfer habe sie sogar bis nach Fröndenberg verfolgt und sich dort nach ihr erkundigt. „Das ist krank“, fand die 20-Jährige.
In die 20-jährige schöne Blonde verguckt
Der Azubi sagte als Zeuge aus, sein Vater habe ihn zu dem Etablissement gefahren. Er habe die schöne Blonde dort kennen gelernt und sich ein bisschen in sie verguckt. „Und sie hat mir ja auch Hoffnungen gemacht. Wir haben uns auch außerhalb des Bordells getroffen“, gab der Mann aus Hamm an. „Sie sagte, dass sie ins Gefängnis müsse und wir uns eine Weile nicht sehen könnten – es sei denn, sie könne eine Geldstrafe bezahlen“, gab der Mann an. Daher habe er ihr immer wieder Geld gegeben. In ihrer Heimatstadt Fröndenberg habe man sich einvernehmlich getroffen. Trotzdem gab es dort Streit. Bis zu 2 600 Euro Darlehen, getrennt von sexuellen Dienstleistungen, habe er der 20-Jährigen zwischen Februar und August 2010 gewährt.
Die Juristen konnten Mittwoch nicht klären, ob es sich bei diesen Vorgängen tatsächlich um einen Betrug handelte. Auf Anregung der Staatsanwaltschaft Dortmund stellte das Jugendgericht das Strafverfahren ein. Ob der junge Freier aus Hamm sein Geld jemals über den zivilrechtlichen Weg wiedersehen wird, ist unklar. In den Laden an der Hafenstraße geht er seit einer Weile jedenfalls nicht mehr.
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