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Mittwoch, 02.11.2011:
Vermögen verbotener Hells-Angels-Clubs beschlagnahmt
Vermummte Beamte des Landeskriminalamtes haben die Vereinsräume der verbotenen Frankfurter Ortsgruppen der Hells Angels durchsucht. Bei der vierstündigen Aktion beschlagnahmten sie drei Lastwagen voll Beweis- und Vermögensgegenstände.
Frankfurt. Rund einen Monat nach dem Verbot der Hells Angels in Frankfurt hat die Polizei Vereinsräume des Clubs durchsucht. Dabei stellten die Beamten am späten Dienstagabend zahlreiche Vermögensgegenstände sowie Computer und Unterlagen als Beweismittel sicher, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände dauert noch an. Weil auch ein Messer mit einer Spezialklinge gefunden wurde, wird wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.
Aus dem Vermögen der beiden verbotenen Vereins-Charter wurden unter anderem Schrifttafeln mit ihren Symbolen, Bilder, Möbel und mehr als 400 zum Verkauf bestimmter Hemden und T-Shirts beschlagnahmt. Überwachungskameras, Unterhaltungselektronik und Computerzubehör nahmen die Ermittler ebenfalls mit. Als Beweismittel stellten sie zudem Computer, Laptops, Speicherkarten, schriftliche Unterlagen, Kameras und Mitgliederverzeichnisse sicher. Für den Abtransport waren drei Lastwagen notwendig.
Die rund vierstündigen Durchsuchungen der Vereinshäusern der beiden verbotenen Charter in den Stadtteilen Westend und Riederwald ging auf einen Beschluss des Frankfurter Verwaltungsgerichts zurück. Ziel war es, das Vermögen des verbotenen Vereins, Beweismittel und eventuelle illegale Gegenstände sicherzustellen.
Den beiden Ortsgruppen der Hells Angels in Frankfurt wird Drogenhandel, Prostitution und Menschenhandel vorgeworfen. Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte sie deshalb Ende September verbieten lassen. Bei einer Razzia wurde damals bereits Vereinsvermögen der Rocker beschlagnahmt.
Festgenommen wurde bei der Durchsuchung am Dienstagabend niemand. Es sei auch zu «keinerlei Widerstandshandlungen gekommen», sagte der LKA-Sprecher. Die Beamten hatten vielmehr Hells Angels als Zeugen zu der Durchsuchung hinzugezogen und vor der Umsetzung des Gerichtsbeschlusses an den Vereinshäusern geklingelt.
Wie viele Polizisten im Einsatz waren, sagte der Sprecher nicht. Beobachter sprachen aber von einem großen Aufgebot. Um nicht erkannt zu werden, waren die uniformierten Beamten bei dem Einsatz vermummt. Mit Hilfe eines Lastenaufzugs wurden auch schwere Möbel aus den Vereinshäusern gebracht. Über eine Hebebühne gelangten die Beamten an die Überwachungskameras.
(wa)
mehr Infos und Bilder auf: http://www.fnp.de/fnp/region/hessen/wieder-razzia-bei-hells-angels_rmn01.c.9332640.de.html
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