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Donnerstag, 08.07.2010:
Zuhälter muss lange in den Bau
PFORZHEIM. Zu sieben Jahren Haft hat ein französisches Gericht einen deutschen Zuhälter verurteilt, der vor zwei Jahren auch Terminwohnungen in Pforzheim betrieben hat. Damals hatten Nachbarn protestiert – am Ende mit Erfolg.
Ein Hüne von einem Mann sei er, zwei Meter groß, einen Meter breit. So beschrieben Augenzeugen in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung im Frühjahr 2008 vor dem Amtsgericht Pforzheim den damals 43-Jährigen. Er hatte seinerzeit in seiner Mietwohnung an der Westlichen Prostituierte anschaffen lassen, was ihm das Amtsgericht nach Protesten der Nachbarn per Anordnung verboten und ein Ordnungsgeld gegen ihn verhängt hatte. Auch an einer zweiten Adresse in der Pforzheimer Nordstadt schoben die Behörden seinem Treiben einen Riegel vor.
Anwohner hatten protestiert
Einen ganz massiven Riegel haben ihm am Dienstag französische Richter vorgeschoben: Sie verurteilten ihn in Straßburg zu sieben Jahren Gefängnis, wie die dortige Zeitung „Dernieres Nouvelles d‘Alsace“ (DNA) meldet. Auch drei Mitangeklagte sind laut DNA zu Haftstrafen verurteilt worden – allesamt wegen Zuhälterei. Das Quartett hatte rund 15 Prostituierte zum Anschaffen an die Rue de la Plaine-des-Bouchers, eine Straße in einem Industriegebiet, und an den Quai des Alpes geschickt, wo die Anwohner heftig protestierten.
Der mittlerweile 45-Jährige hatte seine Aktivitäten offenbar direkt nach seinem gescheiterten Versuch, im Pforzheimer Rotlicht-Milieu Fuß zu fassen, in die elsässische Metropole verlegt. Der Pforzheimer Polizei ist er kein Unbekannter: Wie aus Ermittlerkreisen zu hören ist, kam er aus Richtung Stuttgart in den Nordschwarzwald, neben der Zuhälterei gibt es auch Hinweise darauf, dass er mit Drogen zu tun hat.
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