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Montag, 14.06.2010:
Zur illegalen Prostitution durch Drogen
Viernheim. "Ich kann nicht anders. Ich brauche Geld für Drogen", versuchte eine 21 Jahre alte Südeuropäerin aus Viernheim erst gar nicht um den heißen Brei herumzureden und legte ein Geständnis ab: Seit sie 17 Jahre ist, bietet sie sich in der Mannheimer Innenstadt, die als Sperrbezirks ausgewiesen ist, als Prostituierte an.
Teufelskreis
Seit ihrem 14. Lebensjahr konsumiert sie Drogen, unter anderem Heroin. Gerichtsvorsitzender Rainer Brakonier, Staatsanwältin Brigitte Lehmann, Verteidiger Sebastian Strauch und der Vertreter der Jugendgerichtshilfe sprachen übereinstimmend von einem Teufelskreis.
Einschlägig vorbestraft
Das Jugendschöffengericht in Bensheim verurteilte die drogen- und medikamentenabhängige, mehrfach einschlägig vorbestrafte Angeklagte wegen verbotener Prostitution in drei Fällen zu einer Jugendstrafe ohne Bewährung von acht Monaten. Zur Tatzeit war sie noch keine 21 Jahre alt. Während ihres Gefängnisaufenthalts soll sie eine Therapie machen.
Die Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe war nach Überzeugung aller Prozessbeteiligten die einzige Chance für die Mutter einer kleinen Tochter, von den Drogen weg und ihr Leben in den Griff zu bekommen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Obwohl sie bereits mehrfach aufgegriffen und vor dem Lampertheimer Amtsgericht wegen Prostitution im Sperrbezirk dreimal verurteilt worden war, sah die Angeklagte keinen anderen Weg, um an Geld zu kommen: Sie hat weder einen Schulabschluss, noch jemals eine Ausbildung begonnen.
Etwa 120 Euro täglich brauche sie, um ihre Drogen und Medikamente zu bezahlen, antwortete die junge Frau auf Fragen des Gerichtsvorsitzenden.
Männer angesprochen
Zuletzt war sie der Polizei vor einer Woche aufgefallen, als sie wiederum im Sperrbezirk Männer ansprach. Sie wolle endlich eine Entgiftung und eine anschließende Therapie machen, erklärte die Angeklagte vor Gericht in Bensheim.
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